Christiane Staab MdL

Handwerker müssen sich auf das Handwerk konzentrieren können

Besuch der Landtagsabgeordneten Christiane Staab und der CDU St. Leon-Rot bei Holzbau Stegmüller – Bürokratie ist eine große Herausforderung

St. Leon-Rot. Im Rahmen eines Unternehmensbesuchs informierte sich die Landtagsabgeordnete Christiane Staab gemeinsam mit den CDU-Gemeinderäten Udo Back und Achim Schell bei der traditionsreichen Zimmerei Holzbau Stegmüller über aktuelle Herausforderungen im Handwerk.

Bildunterschrift: (v.l.n.r.) Matthias Stegmüller, CDU-Gemeinderat Achim Schell, Christiane Staab MdL, Waltraut Stegmüller, CDU-Gemeinderat Udo Back und Karl Stegmüller.Bildunterschrift: (v.l.n.r.) Matthias Stegmüller, CDU-Gemeinderat Achim Schell, Christiane Staab MdL, Waltraut Stegmüller, CDU-Gemeinderat Udo Back und Karl Stegmüller.

Der Familienbetrieb wurde 1954 gegründet und wird seit 2025 in dritter Generation von Zimmermeister Matthias Stegmüller geführt. Unterstützt wird er hierbei von seinen Eltern Seniorchef Karl Stegmüller und Waltraut Stegmüller, die nach wie vor die Buchhaltung verantwortet. Damit vereint der Betrieb handwerkliche Kompetenz und familiäre Kontinuität unter einem Dach.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die zunehmende Bürokratie. Besonders kritisch bewertete die Geschäftsführung, dass gesetzliche Regelungen teilweise rückwirkend gelten und kurzfristig umgesetzt werden müssen. Für große Unternehmen mit eigenen Verwaltungsabteilungen sei dies handhabbar, für kleinere Familienbetriebe jedoch eine erhebliche zusätzliche Belastung neben dem laufenden Tagesgeschäft.

Christiane Staab betonte in diesem Zusammenhang: „Wir müssen den Mut haben, Verantwortung wieder stärker in die Hände der Menschen zu legen. Wenn jede Entscheidung mehrfach abgesichert werden muss, entstehen zwangsläufig immer neue Formulare und Vorgaben. Weniger Misstrauen und mehr Verantwortungsbewusstsein würden auch zu weniger Bürokratie führen.“

Mit Blick auf den Fachkräftenachwuchs sprach Matthias Stegmüller über Herausforderungen in der Ausbildung. Der hohe schulische Anteil bei gleichzeitig weniger Praxistagen im Betrieb zum Beginn der Ausbildung wirke sich teilweise auf die Motivation der Auszubildenden aus. Zudem regte er an, Ausbildungsinhalte regelmäßig zu überprüfen und stärker an der betrieblichen Realität auszurichten. Im Zimmererhandwerk gebe es Themen, die heute kaum noch praktische Relevanz hätten, wie beispielsweise den Treppenbau.

Für Staab unterstrich der Besuch die Bedeutung des Handwerks für Baden-Württemberg: „Unsere mittelständischen Betriebe bilden aus, schaffen Arbeitsplätze und übernehmen Verantwortung. Politik muss dafür sorgen, dass sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, das Handwerk.“ (Christine Fischer)